Katholische Erwachsenenbildung

Zeitnah informieren Sie unsere Bildungsbeauftragten des Pfarrverbands, Dr. Michael Stapper und Heinz Christmann, über bevorstehende Angebote und Veranstaltungen.

Künftige Veranstaltungen

Glaubenszeugen und Märtyrer im 20. und 21. Jahrhundert: Das Lebenszeugnis von Fritz Gerlich

Anlässlich der Seligsprechungsprozesse für Fritz Gerlich und Romano Guardini gestaltet die Katholische Erwachsenenbildung im Pfarrverband Unterhaching eine über das ganze Jahr 2019 gehende Vortragsreihe zum Thema “Glaubenszeugen und Märtyrer im 20. und 21 Jhd.“ mit abschließender Podiumsdiskussion.

Die erste Veranstaltung mit einem Vortrag über Fritz Gerlich findet am 15.03.2019 im Pfarrheim von St. Korbinian, Unterhaching, statt.

Fritz Gerlich zählt zu den frühen Gegnern des Nationalsozialismus. Viele Vertreter diese Gruppe sind weitgehend in Vergessenheit geraten, auch weil die Nazis in den 12 Jahren ihrer Schreckensherrschaft vieles getan haben, um jegliche Erinnerung an diese Menschen auszulöschen.

Fritz Gerlich war in den 1920er Jahren als Chefredakteur der Münchner Neuesten Nachrichten, dem Vorgängerblatt der Süddeutschen Zeitung, eine Persönlichkeit im Leben der Stadt München. Anfangs, 1923 suchte auch der aufstrebende Adolf Hitler die Nähe zu dem bedeutenden Publizisten.

Allerdings durchschaute Gerlich Hitler, dessen Machenschaften und Gefolgschaft recht schnell und auch grundlegend. Der Journalist war schon in seiner Zeit bei der MNN kein Freund der NSDAP mehr und wurde dann auch zum erbitterten Gegner der Braunhemden. Mit der Wochenschrift "Der gerade Weg" versuchte Gerlich von 1930 bis 1933 diese neue rechtsradikale Partei von der Macht fern zu halten. Wie wir wissen, ist ihm das nicht gelungen. Schon am 9. März 1933, an dem Tag also, an dem die Nazis auch in München an die Macht kamen, wurde Gerlich verprügelt, verhaftet, weggesperrt. Ein Jahr später wurde er ermordet und dann noch elf lange Jahre totgeschwiegen.

Schon vor vielen Jahren haben Gläubige aus dem Erzbistum München und Freising gefordert, Gerlich selig zu sprechen; ob dies möglich ist, wird derzeit vom Erzbistum München und Freising geprüft. Natürlich spielt dabei die Konversion Gerlichs zum Katholischen Glauben und dessen Kampf um die Glaubwürdigkeit der Mystikerin Therese Neumann, der "Resl von Konnersreuth", eine Rolle.

Die Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Gerlichs, mit Verehrung und Ablehnung, ist für eine Pfarrei in jedem Fall lohnend. Die Biographie des streitlustigen, dem Alkohol nicht abgeneigten und zwischenzeitlich außerehelich liierten Journalisten ist keineswegs eine fromme Heiligenlegende - trotz gelegentlicher Versuche entsprechend geschönter Darstellungen. Sein unbedingter, mutiger Kampf für die Wahrheit sucht seinesgleichen bis in unsere Zeit hinein.

Georg Walser

ist Redakteur beim Sankt Michaelsbund (Corporate Communications, Herzogspitalstr. 13, 80331 München).

Seit rund 10 Jahren befasst er sich mit Fritz Gerlich und gilt als ausgewiesener Experte. Georg Walser ist Mitglied der Historischen Kommission des Seligsprechungsverfahrens für Fritz Gerlich.

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